Heinrich-Haus, Neuwied

Zu Recht strahlt Preisträger Moritz Keulen (2.v.l.) stolz mit Familie und Vorstand der Josefs-Gesellschaft (jeweils außen) um die Wette.

Azubi mit Heinrich-Sommer-Preis geehrt

Drei Auszubildende aus den Berufsbildungswerken der Josefs-Gesellschaft wurden mit dem Heinrich-Sommer-Preis 2016 ausgezeichnet – für hervorragende Leistungen, die über Zeugnisnoten weit hinausgehen. Unter den Preisträgern ist Moritz Keulen, der dank der Unterstützung des Berufsbildungswerks (BBW) im Heinrich-Haus in Neuwied heute ein echter „Rasselsteiner“ ist.

 

In den drei BBWs der Josefs-Gesellschaft (JG) erhalten junge Menschen mit Behinderung eine Erstausbildung im dualen System und werden dabei intensiv unterstützt und begleitet – auch wenn es anschließend darum geht, sich in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren. Einmal jährlich ehrt die JG drei Azubis mit dem Heinrich-Sommer-Preis, der mit 500 Euro dotiert ist. Ausgezeichnet werden hervorragende Leistungen im Rahmen ihrer Ausbildung, wobei hierbei nicht nur das Wissen und Können gemeint sind, das sie sich erarbeitet haben, „sondern ganz besonders ihre Entwicklung zu einer starken, selbstbewussten Persönlichkeit“, betonte Dr. Theodor-Michael Lucas, Sprecher der JG-Geschäftsführung im Rahmen einer Feierstunde in der Kölner JG-Zentrale. Dort wurden die Preisträger am 23. März im Beisein ihrer Angehörigen, Ausbilder und Ausbildungsleiter von JG-Geschäftsführer Manfred Schulte mit einer individuellen Laudatio geehrt. „Wenn man im Leben einen Tiefpunkt erreicht hat, braucht man Widerstandskraft – Resilienz – um wieder aufstehen zu können“, so Schulte. „Diese Widerstandskraft, diese persönliche Stärke, zeichnet Sie alle aus.“

 

Erfolgsgeschichte begann an einem Tiefpunkt

Allen Schicksalsschlägen und Herausforderungen zum Trotz haben die drei Azubis ihre Chancen genutzt und stehen jetzt selbstständig mitten im Leben. Auch Moritz Keulen hat es geschafft: Er arbeitet als Industriemechaniker bei der Thyssen Krupp Rasselstein GmbH. Nach dem Fachabitur hatte der junge Mann gesundheitliche Probleme, die so schwerwiegend waren, dass ihm der Übergang ins Berufsleben zunächst nicht gelang. Im BBW des Heinrich-Hauses in Neuwied fand er Unterstützung und erhielt die Möglichkeit, verschiedene Ausbildungsgänge kennenzulernen und auszuprobieren. Schnell war klar: Es sollte die Ausbildung zum Industriemechaniker sein.

 

Moritz Keulen hatte wieder Orientierung und eine Perspektive. „Von diesem Zeitpunkt an ging es steil bergauf“, berichtete Schulte. „Von Anfang an arbeiteten Sie ehrgeizig, verantwortungsbewusst, selbstständig und hoch motiviert.“ Als es daran ging, einen Praktikumsplatz zu suchen, machte Moritz Keulen selbst den Vorschlag, es bei Thyssen Krupp Rasselstein zu versuchen – mit Erfolg. Dort lieferte er so gute Ergebnisse, dass er im Rahmen einer VamB-Maßnahme den weiteren praktischen Teil seiner Ausbildung dort absolvieren durfte. VamB ist die Abkürzung für „Verzahnte Ausbildung mit Berufsbildungswerken“. Es ist eine Kooperationsmaßnahme der Agentur für Arbeit mit dem Ziel, BBW-Auszubildende und Betriebe frühzeitig zusammenzuführen und so die Integrationschancen zu erhöhen.

„Heute sind Sie ein sogenannter Rasselsteiner“, freute sich Schulte. „Und Sie haben allen gezeigt, dass ein tiefes Loch nur dazu da ist, um wieder herauszuklettern.“

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