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Wir sorgen uns um Ihre Anliegen

Unsere Seelsorgerinnen im Heinrich-Haus „sorgen“ sich um Ihre Belange und sind mit persönlichen Gesprächen, Krankenbesuchen, Begleitung in Krisensituationen, Sterbebegleitung und Lebensberatung für Sie da. Gleichzeitig geht es darum, ein offenes Ohr für Fragen des Glaubens zu haben, gemeinsam zu diskutieren und christliche Traditionen in Gottesdiensten und Festen zu pflegen.


Seelsorge im Heinrich-Haus

Seelsorge bedeutet für uns: zuhören, begleiten, beraten, unterstützen, helfen, trösten, aufmuntern, gemeinsam lachen und gemeinsam weinen. Als zentrales Handlungsfeld der katholischen Kirche bildet die Seelsorge das Fundament unserer Arbeit. Dabei stehen wir anderen Religionen und Glaubensrichtungen selbstverständlich offen und tolerant gegenüber. Und natürlich gilt unsere seelsorgerische Unterstützung allen Menschen, die im Heinrich-Haus leben, lernen und arbeiten.

Gottesdienste, Feste und Veranstaltungen

Gottesdienstplan 22.03. - 13.04.2025 (PDF - 746 KB) Jahresprogramm der Seelsorge (PDF - 18 MB)

Kontakt

Monique Scheer

Seelsorge

Heinrich-Haus gGmbH
Stiftsstraße 1
56566  Neuwied Heimbach-Weis
02622 892-4443
Kontakt aufnehmen
Mechtilde Neuendorff

Seelsorge

Heinrich-Haus gGmbH
Alte Schloßstraße 1
56566  Neuwied-Engers
0151 55220465
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Ute Josten

Seelsorge

Heinrich-Haus gGmbH
Neuwieder Straße 21a
56566  Neuwied-Engers
02622 892-2708
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Aktuelles:

04.03.2025

Ökumenischer Karnevalsgottesdienst im Heinrich-Haus

Premiere in unserer Kapelle: Bunte Feier mit Kamelle – aber auch besinnlichen Worten zu den Konflikten in der Welt.

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In der vollbesetzten Kapelle im Heinrich-Haus fand am Karnevalssonntag der erste ökumenische Gottesdienst statt. Das Vorbereitungsteam um Marcus Theer (Küster und Lektor im Heinrich-Haus), Lorena Driesen (Küsterin der evangelischen Kirchengemeine Engers), Pastor Herbert Günther i. R. und der evangelischen Pfarrerin Natalie Wilcke hatte sich einiges einfallen lassen. Die Kapelle war bunt geschmückt mit Ballons, Konfetti und Regenbogentüchern. So kam direkt gute Laune auf. Als beim Einzug Kamelle geworfen wurden, hatten auch die vielen Bewohnerinnen und Bewohner des Heinrich-Hauses richtig Spaß.

In den anschließenden Gebeten und Liedern wurde besonders die Freude in den Mittelpunkt gestellt. Doch auch Besinnliches kam in der gereimten Predigt von Marcus Theer zu Wort. Im Zusammenhang mit dem Bibeltext, dass viele Menschen den Splitter im Auge des Anderen sehen, aber den Balken im eigenen Auge nicht, ging der Engerser auf die Konflikte in der Welt und in der Ökumene ein. Es müssen immer wieder Wege aufeinander zu gemacht werden ohne Vorurteile und Hochmut. Dabei sei es auch wichtig sich manchmal zum „Narr“ zu machen, gerade wenn es um die Wahrheit geht.

Die Polonaise am Abschluss des Gottesdienstes mit den vielen Besucherinnen und Besuchern, einschließlich einer Abordnung des Elfer-Rates der Engerser Karnevalsgesellschaft, war ein abschließender Höhepunkt dieses lebendigen und fröhlichen Gottesdienstes.

17.02.2025

"Erinnerung an das, was passiert, wenn gute Menschen zur Seite schauen.“

Der Holocaust-Überlebende Ernst Krakenberger spricht an der BBS Heinrich-Haus über seine Erfahrungen in der Nazizeit.

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Am Ende wird es noch einmal ganz still in der Aula. Als Ernst Krakenberger erzählt, wie seine Mutter beim Anblick der schicken neuen Lederstiefel seiner Ehefrau irgendwann in den 60er Jahren die Fassung verliert und ruft: „Zieh sofort die Stiefel aus!“, ahnen viele Jugendliche in der Aula der BBS Heinrich-Haus den Grund: „Frauen in Stiefeln haben meine Mutter immer an das Konzentrationslager erinnert. Genau wie sie es ein Leben lang nicht mochte, an einem Buffet zu essen. Das Anstehen in einer Reihe, um Essen zu bekommen, hat Erinnerungen an die schlimme Zeit ausgelöst“, erzählt Ernst Krakenberger.

Ernst Krakenberger ist 84 Jahre alt. Seine Eltern haben vier Konzentrationslager überlebt. Er selbst verbrachte die ersten viereinhalb Jahre seines Lebens versteckt bei einer katholischen Familie in den Niederlanden. Seine Lebensgeschichte erzählt er heute vielen Schülerinnen und Schülern in ganz Deutschland. Dank das Engagements von Udo Winkler, Vorsitzender des Haus Israel in Neuwied, kam er am Dienstag auch nach Heimbach-Weis, wo er zu einigen Schülerinnen und Schülern der Berufsbildenden Schule (BBS) Heinrich-Haus sprach.

Den Jugendlichen berichtet er, wie seine jüdischen Eltern 1939 von Nürnberg aus in die Niederlande flohen, wie er selbst dort im Dezember 194o geboren wurde, und wie seine Eltern entschieden, das Baby bei Bekannten zu verstecken. Die Furcht der Mutter, dass ihr Kind eine mögliche Gefangenschaft nicht überleben würde, war zu groß. Ernst Krakenberger liest einen Brief vor. Diesen hat ihm die Familie Stockmann, die ihn über viele Jahre hinweg bei sich aufgenommen und großgezogen hat, zu seinem 50. Geburtstag geschrieben. „Ich selbst kann mich nicht erinnern. Und meine Eltern haben nie über die Zeit im KZ gesprochen“, erzählt der 84-Jährige. „1945 standen sie auf einmal vor der Tür. Von da an lebte ich dann plötzlich bei meinen Eltern.“ Auf die Frage, wie das für ihn war, ergänzt er: „Ich wurde dazu erzogen, keine Emotionen zu zeigen.“

Die ein oder andere Episode aus dem Brief hat aber dennoch seine Spuren hinterlassen. Das Leid der Menschen in den Niederlanden während der deutschen Besatzung, die Wirren des Zweiten Weltkriegs und der Hungerwinter 1944/1945 sind nicht spurlos an dem Kleinkind Ernst Krakenberger vorübergegangen. „Auch wenn ich mittlerweile seit 1966 in Deutschland lebe – den deutschen Pass wollte ich nie haben. Die Niederlande waren gut zu mir. Ich bleibe Niederländer.“ Ein Niederländer, den es irgendwann doch nach Deutschland, in die Geburtsstadt seiner Eltern zieht. Neun Stolpersteine erinnern in Nürnberg an neun direkte Verwandte der Familie, die die Naziherrschaft nicht überlebt haben. „Die Steine sind eine Erinnerung daran, was passiert, wenn gute Menschen zur Seite schauen.“

Es sind diese vermeintlich kleinen Dinge, die Ernst Krakenberger am Ende seines Vortrags erzählt, der am meisten im Gedächtnis bleiben. Die Abneigung des Buffet-Essens, die Angst vor Stiefeln und die Antwort auf die Frage eines Jugendlichen: „Was antworten Sie den Menschen, die den Holocaust leugnen?“ – „Diese Menschen sollten einmal in ihrem Leben nach Ausschwitz gehen. Dann werden Sie sehen!“

Die Schülerinnen und Schüler der BBS Heinrich-Haus wussten die Zeit mit dem Holocaust-Überlebenden zu schätzen, stellten viele Fragen, unter anderem auch nach seiner Meinung zur politischen Lage heute. Ernst Krakenberger ist der festen Überzeugung, dass die Zeit des Holocaust nicht wiederkommt. Wie wichtig es ist, davon zu erzählen und die Erinnerung aufrecht zu erhalten, hat er mit seinem Besuch in Heimbach-Weis eindrücklich bewiesen.

16.02.2025

Gottesdienst am Valentinstag

Zum ersten Mal hat die Seelsorge im Heinrich-Haus zu einem Gottesdienst am Valentinstag eingeladen. Gefeiert wurde - natürlich - die Liebe.

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Der Gottesdienst für Liebende richtete sich an alle Liebenden: gleichgeschlechtlich, alt, jung, mit Einschränkungen oder ohne, frisch verliebt oder lang verbunden und auch an Alleinstehende, die der Liebe in ihrem Leben Raum geben. Die Liebe derjenigen, die wollten, wurde gesegnet und im Anschluss auch mit einem Glas Sekt darauf angestoßen.

05.01.2025

Wurzelkrippe in Rheinbrohl begeistert Besuchergruppe aus dem Heinrich-Haus

Zum ersten Mal fand eine Krippenfahrt mit Bewohner:innen, Beschäftigten, Ehrenamtlichen und Mitarbeitenden des Heinrich-Hauses statt.

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Organisiert von der Seelsorge und unterstützt von Kultur & Freizeit und den Wohnformen des Heinrich-Hauses machten sich über 20 Menschen auf den Weg nach Rheinbrohl.

Beim Betreten der Kirche staunte die Gruppe sichtbar und hörbar über den wunderschönen Anblick: Das großartige Konstrukt aus Wurzeln und Moos, mit Bächen und Feuern, Häusern und vielen teils über 100 Jahre alten Figuren begeisterte die Besucher:innen sehr. Ewald Schneider, einer der Krippenbauer, erklärte den interessierten Zuhörenden dann abwechslungsreich den Aufbau und die Struktur der Krippe. Schon am 2. November wird mit dem Aufbau begonnen, dann braucht es ca. 1200 Stunden bis die Krippe fertig gestellt ist. Und jedes Jahr kommt etwas Neues hinzu. Jeder Krippenbauer hat die gestalterische Freiheit, die Wurzeln so zu setzen, wie er es passend findet. Für die vielen Materialien wurde vor einigen Jahren extra eine Halle neben dem Gemeindehaus gebaut.

Nach Krippenliedern, Gebet und Segen ging es für die Gruppe aus dem Heinrich-Haus dann in das gegenüberliegende Gemeindehaus mit eindrucksvollem Rheinblick. Hier wurden die Besucher:innen dann mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen verwöhnt. Christa und Hans Hammerstein aus Rheinbrohl und Angehörige des Heinrich-Hauses hatten ein Team aus Ehrenamtlichen aus dem Ort zusammengestellt, die keine Wünsche offenließen. Für Unterhaltung sorgte das Team mit Weihnachtsliedern, einem Quiz und einem Weihnachtsbingo. Bestens versorgt und mit tollen Eindrücken waren sich auf der Heimreise nach Engers alle einig, dass die Krippenfahrt zwischen den Jahren ein ganz besonderes Erlebnis war.

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