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02.06.2026

Unterstützte Kommunikation als ein Schlüssel zur Teilhabe

Feier zum Josefstag im Heinrich-Haus mit über 150 Gästen: Eindrucksvoller Vortrag von Kathrin Klapper von der Uni Köln.

Eine besonders eindrucksvolle, interessante und fröhliche Feier zum Josefstag erlebten mehr als 150 Gäste am vergangenen Freitag im Heinrich-Haus. Kathrin Klapper, ehemalige Schülerin der Christiane-Herzog-Schule, mittlerweile Wissenschaftlerin an der Universität zu Köln und selbst Nutzerin Unterstützter Kommunikation (UK), stellte in ihrem Vortrag die kommunikative Teilhabe von Menschen mit eingeschränkter Lautsprache in den Mittelpunkt. Sie erläuterte, dass Unterstützte Kommunikation weit mehr als technische Hilfsmittel umfasst und Menschen dabei unterstützt, selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. 

Kathrin Klapper als Rednerin beim Josefstag 2026 in der Heinrich-Haus Kapelle

Anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse zeigte sie auf, dass kommunikative Teilhabe von individuellen Fähigkeiten, passenden Kommunikationssystemen und einem unterstützenden Umfeld abhängt. Gleichzeitig appellierte Kathrin Klapper an die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter von Politik, Leistungsträgern und Einrichtungen, Unterstützte Kommunikation als Grundrecht anzuerkennen und die notwendige fachliche Begleitung nachhaltig zu finanzieren.

Ihr Fazit: Unterstützte Kommunikation ist ein Schlüssel zu Selbstbestimmung, Autonomie und echter gesellschaftlicher Teilhabe.

Besonders beeindruckend war für die über 150 Gäste natürlich neben der deutlichen inhaltlichen Aussage auch die Art des Vortrags: Seit ihrem zehnten Lebensjahr nutzt Kathrin Klapper, die mit Zerebralparese geboren wurde und zeitweise die Christiane-Herzog-Schule des Heinrich-Hauses besuchte, einen Sprachcomputer für ihre Verständigung. Die 40-Jährige steuert den Computer mit ihren Augen. Auch ihre Assistenz kann anhand der Augenbewegungen die Buchstaben erkennen, die die Wissenschaftlerin sozusagen buchstabiert. Am Infostand der Beratungsstelle Unterstützte Kommunikation standen nach dem Vortrag Mitarbeitende des Heinrich-Hauses bereit, um den Gäs-ten die Möglichkeiten und Funktionsweise Unterstützter Kommunikation zu erläutern. Auch Kathrin Klapper kam mit vielen interessierten Gästen ins Gespräch.

Die Feier zum Josefstag im Heinrich-Haus hat sich mittlerweile als jährliches Treffen für Politik, Leis-tungsträger und Einrichtungen etabliert, um aktuelle Fragen aus der Eingliederungshilfe auf hohem Niveau zu diskutieren und sich miteinander auszutauschen.
Weitere Infos zum Thema Unterstützte Kommunikation gibt es hier.

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